Die deutsche Gebärdensprache (DGS)

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An Förderzentren mit dem Förderschwerpunkt Hören in Bayern ist die Deutsche Gebärdensprache (DGS) als eigenständiges Unterrichtsfach in der Stundentafel vorgesehen. Damit alle Schüler*innen an unserer Schule gute Kommunikationsbedingungen vorfinden, legen wir Wert darauf, dass möglichst in allen Jahrgangsstufen und allen Klassen DGS unterrichtet wird. 

Die deutsche Gebärdensprache (DGS) ist kein Manualsystem, sondern eine linguistisch anerkannte Sprache. Sie wird von den Händen und dem Körper produziert. Sie benutzt den Körper als Sprachinstrument, insbesondere in dem sogenannten „Gebärdenraum“ vor dem Oberkörper.

Mimik, Kopf- und Körperhaltung sind in der Gebärdensprache wichtige Bestandteile der Grammatik. Hinzu kommen die manuellen Parameter der einzelnen Gebärdenzeichen (Handform; Handstellung; Ausführungsstelle; Bewegung) und orale Parameter wie Mundbild und Mundgestik. 

Im Gegensatz zur Lautsprache wird die Gebärdensprache über das Auge wahrgenommen. Die Gebärdensprache ist eine visuelle Sprache. Das Auge hat – anders als das Ohr – die Möglichkeit, verschiedene Informationen gleichzeitig (simultan) aufzunehmen. Daher ist die deutsche Gebärdensprache eine visuelle, räumlich-orientierte Sprache mit einer komplexen, eigenständigen Struktur und Grammatik, die sich völlig von der Grammatik der deutschen Lautsprache unterscheidet. Die Gebärdensprache ist grammatikalisch vollkommen anders aufgebaut als die deutsche Sprache. 

Beispiel

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Text in Deutsch: Das Buch steht im Regal.

Text in DGS: Buch - Regal - Stehen (in Regal)